Oberhausen-Osterfeld, St. Pankratius
Schon um 900 besaß die Abtei Werden Güter in „Ostenvelde“; ob sie die erste Kirche in Osterfeld gegründet hat, ist nicht bekannt. Eine Nachricht des 12. Jahrhunderts nennt als Stifter der Pankratiuskirche in Osterfeld den Grafen Balderich von Upladen (+ 1021), der sie jedenfalls dem Erzbischof Heribert von Köln schenkte, bevor dieser sie 1020 an die Abtei Deutz weitergab. Um 1308 erscheint Ostervelde im Liber valoris; sie gehörte damals zum Dekanat Dortmund. Von den Vögten der Abtei Deutz, den Grafen von Berg, erbten die Grafen von Limburg das Patronatsrecht, die es 1640 dem Hause Vondern übertrugen, 1793 erhielt es der Kölner Erzbischof; dennoch übten es die Grafen von Nesselrode als Hausherren von Vondern bezüglich der Pfarrstellenbesetzung noch bis 1947 aus. Die heutige neugotische Propsteikirche wurde 1893 bis 1895 durch den Architekten Hertel aus Münster erbaut und 1895 konsekriert. Am 1. II. 1914 wurde der politisch zur damals noch westfälischen Gemeinde Osterfeld gehörige Anteil der Pfarre St. Clemens in Sterkrade nach St. Pankratius in Osterfeld umgepfarrt; diese Pfarrei ging bei der Eingemeindung vom 1. VIII. 1929 in die rheinische Stadt Oberhausen über. Als altehrwürdige ecclesia matrix vieler Pfarreien, deren erste St. Cyriakus in Bottrop schon im 17. Jahrhundert gewesen ist, wurde die Pfarrkirche St. Pankratius in Oberhausen-Osterfeld durch Urkunde Papst Johannes XXIII. vom 28. IV. 1962 zur Propsteikirche erhoben; im 20. Jahrhundert sind je drei Pfarreien und Rektoratspfarreien unmittelbar oder mittelbar von St. Pankratius abgepfarrt worden, davon eine Rektoratspfarrei in Bottrop-Vonderort.
Zu den Büchern der Pfarre St. Pankratius, Oberhausen-Osterfeld (Kirchenbuchportal Bistum Essen)