Hattingen-Niederwenigern, St. Mauritius

Die Kirche von Niederwenigern ist erstmals 1147 bezeugt und war damals vielleicht eine Filiale von Hattingen, im „Liber valoris“ erscheint – „Wenegen“ um 1308 beim Dekanat Wattenscheid als Pfarrei. In der Reformationszeit blieb diese Gemeinde größtenteils katholisch; ein Versuch des Besitzers von Haus Altendorf, den lutherischen Einfluß über die Inhaber der Justinusvikarie zu stärken, deren Patronatsrecht er besaß, blieb ohne Erfolg. Der 1654 verfügte Simultangebrauch der Pfarrkirche für beide Konfessionen konnte zwar wegen des Widerstandes der Gemeinde in Niederwenigern nicht durchgeführt werden, doch im 17. und 18. Jahrhundert nahmen die Kurfürsten von Brandenburg und Könige von Preußen als Landesherren in der Grafschaft Mark ein Ernennungsrecht des dortigen katholischen Pfarrers in Anspruch, dessen Rechtsfolgen als preußisches Patronatsrecht über die Pfarrstelle Niederwenigern auf Grund des sogenannten „ius circa sacra“ noch bis zum Inkrafttreten des preußischen Konkordates von 1929 fortdauerten. Die 1783 umgebaute Kirche wurde 1858 durch einen am 5. VII. 1861 konsekrierten Neubau ersetzt. Seit 1970 gehört Niederwenigern als Ortsteil zu Hattingen.

St. Mauritius ist die Taufkirche des seligen Nikolaus Groß. 

Zu den Büchern der Pfarre St. Mauritius, Hattingen-Niederwenigern (Kirchenbuchportal Bistum Essen)

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