Leonberg, Dek. Tirschenreuth
L gehörte ursprünglich zu Tirschenreuth, der Status einer Filiale oder einer eigenständigen Pfarrei lässt sich lange Zeit nicht klar abgrenzen. Endgültig wurde L 1521 von Tirschenreuth abgetrennt mit Präsentationsrecht des Klosters Waldsassen bis zur Reformation. 1557-1625 reformiert. 1626-1670 präsentiert der Kurfürst, danach bis zur Säkularisation das Kloster, bis 1918/28 wiederum der Landesherr. Seitdem freie Verleihung durch den Bischof. - Mitterteich, das ursprünglich ebenfalls zur Pfarrei Tirschenreuth gehörte, wurde 1521 L zugeteilt. Seit ca. 1567-1624 wurde Mitterteich durch evangelische bzw calvinische Pfaner betreut. Nach der Gegenreformation gehörte es wieder zur Pfarrei L. Seit 1661/62 war Mitterteich mit eigenen Seelsorgern besetzt. Bis 1697 verschiedentlich als Kuratie von L oder als Pfarrei bezeichnet, seit 1697 Pfarrei. - 1806 kamen von L Hofteich u. Kleinsterz zur Pfarrei Mitterteich, Altenhammer zur Pfarrei Waldsassen, Leugas zur Pfarrei Wiesau- zu L kamen 1835 Binnmühle u. 2 Häuser von Zirkenreuth aus der Pfarrei Wernersreuth. 1927 wurde die Einöde Kriegermühle von L nach Mitterteich umgepfarrt. 1508 heißt L noch Lynburg sancti Emmerami alias sancti Leonhardi. Seit dem Neubau der Pfarrkirche (vor 1724) tritt verstärkt Leonhard als Patron auf. Heute Pfarreiengemeinschaft Mitterteich-Leonberg-Steinmühle
Ortschaften in der Pfarrei (Stand 1997): Leonberg, Amesmühle, Dobrigau, Großensees, Großensterz, Hammermühle, Hungenberg, Königshütte, Münchsgrün, Neuhof, Neumühle, Pienmühle, Themenreuth, Zirkenreuth.