Floß
1200 findet eine Entscheidung in causa Viceplebani de Vlozz statt, womit die Pfarrei erstmals schriftlich belegt ist. 1247 ist F als bischöflich-bambergisches Pfarrlehen bezeugt, das von der Alten Kapelle in Regensburg pastoriert wurde. Als erster namentlich bekannter Inhaber der Pfarrei tritt 1247 Heinrich von Waldawe in Erscheinung, der zwischen 1243 u. 1271 zugleich Propst der Alten Kapelle war. 1319 übertrug Ludwig der Bayer das Patronatsrecht für F an das Kloster Waldsassen. Papst Johannes XXII. inkorporierte am 4.11.1328 die Pfarrei diesem Kloster. - Das Präsentationsrecht hatte bis 1803 das Kloster Waldsassen, dann der Landesherr, seit 1918/28 liegt das freie Verleihungsrecht beim Bischof. - Von 1542 bis 1627/1649 waren F u. die Filiale Flossenbürg evangelisch. Nach mehrmaligen konfessionellen Veränderungen wurde schließlich 1653 das Simultaneum eingeführt; Püchersreuth, Plößberg u. Wilchenreuth wurden von F aus betreut, 1681/82 wurden diese Orte wieder von F getrennt u. zusammen mit Schönkirch u Wildenau zu einer Pfarrei mit Pfarrsitz in Püchersreuth vereinigt. Das Simultaneum in F wurde nach Erbauung der neuen Pfarrkirche am 1.10.1913 beendet, in Flossenbürg wurde es am 17.7.1914 gelöst u endete mit dem Neubau der St. Pankratiuskirche im Dezember 1916. - Altglashütte u. Silberhütte wurden 1804/05 von F nach Hohenthan umgepfarrt. - 1526 ist in Flossenpurg erstmals eine Schlosskapelle bezeugt. Die Filiale Flossenbürg wurde 1920 zur Expositur, am 1.8.1947 zur Pfarrkuratie u. am 1.2.1959 zur Pfarrei erhoben. - Von 1908-1969 wirkten in F Mallersdorfer Schwestern in Kindergarten u. ambulanter Krankenpflege.
Matrikel: 1682 einschließlich Plößberg, Schönkirch u. Püchersreuth. Mit Flossenbürg bis 1920
Ortschaften in der Pfarrei (Stand 1997): Floß, Boxdorf, Diebersreuth, Diepoldsreuth, Ellenbach, Gailertsreuth, Geiermühle, Gösen, Gollwitzerhof, Grafenreuth, Hardt, Hardtheim, Haupertsreuth, Höfen, Kalmreuth, Konradsreuth, Kühbach, Meierhof, Niedernfloß, Oberndorf, Pauschendorf, Plankenhammer, Ritzlersreuth, Schlattein, Schnepfenhofm Schönberg, Schönbrunn, Steinfrankenreuth, Weikersmühle, Würnreuth, Würzelbrunn.
Erster schriftlicher Beleg 1200. 1247 bfl.-bambergisches Pfarrlehen, pastoriert durch die Alte Kapelle. 1319 Übertragung des Patronatsrechts an Kloster Waldsassen durch Ludwig d. Bayern. 1328 durch Papst Johannes XXII. in das Kloster inkorporiert. Präsentationsrecht in Waldsassen bis 1803. 1542-1627/1649 reformiert, zusammen mit der Filiale Flossenbürg. 1653 Einführung des Simultaneums. Püchersreuth, Plößberg und Wilchenreuth wurden von F. aus betreut, 1681 wieder von F getrennt und mit Schönkirch und Wildenau zusammen zur Pfarrei Püchersreuth erhoben. Neubau der kath. Pfarrkirche 1913, Beendigung des Simultaneums in F. In Flossenbürg wurde es 1914 gelöst und mit Bau der St. Pankratiuskirche 1916 beendet. - Altglashütte und Silberhütte 1804/05 nach Hohenthan umgepfarrt. - Filiale Flossenbürg erwähnt 1526 (Schlosskapelle), 1920 zur Expositur erhoben, 1947 Pfarrkuratie, 1959 Pfarrei.