Aschach-Raigering
1313 wird ein Chunradus als plebanus in Aschach genannt. 1318 überträgt König Ludwig der Bayer das Patronatsrecht, das wohl ursprünglich dem Herzog von Bayern zustand, dem 1317 gestifteten Spital in Amberg zur Unterstützung des dortigen Priesters. Seit Anfang des 16. Jhs ist die pfälzische Linie der Wittelsbacher als Inhaber des Besetzungsrechts belegt. 1551-1625 wurde A durch evangelische u. kalvinische Seelsorger betreut. Nach der Rekatholisierung lag das Präsentationsrecht beim Landesherrn. Seit 1918 wird das Besetzungsrecht durch die Regierung der Oberpfalz wahrgenommen. - Die Filiale Weiher wurde nach 1641 bzw. vor 1644 der Pfarrei Hirschau zugeteilt. Höhengau kam 1808 zur neu errichteten Pfarrei Ursulapoppenricht. Kleinraigering ist in R aufgegangen. - Nachdem 1971 in Raigering eine neue Pfarrkirche St. Josef u. ein neues Pfarrhaus errichtet worden war, wurde der Pfarrsitz dorthin verlegt; seither führt die Pfarrei den Doppelnamen A-R.- Die Annahme von 2 Pfarrkirchen, St. Ägidius u. St. Oswald, in A, geht wahrscheinlich auf den Eintrag in der Matrikel von 1665 zurück u. beruht auf einer Verwechslung von A mit der Pfarrei Asch in Böhmen. - Ob Amberg ursprünglich in einem Abhängigkeitsverhältnis von A gestanden hat, kann quellenmäßig nicht belegt werden. Patrozinium der Kirche von Aschach ist St. Ägidius.
Matrikel: Bis 1808 zum Teil einschließlich Ursulapoppenricht.
Ortschaften in der Pfarrei (Stand 1997): Raigering, Aschach, Greßmühle, Immenstetten, Krumbach.