Adertshausen
1186 ist die Pfarrei Aderateshovsen erstmals urkundlich genannt. Als erster namentlich bekannter Pfarrer ist 1270 Albertus plebanus de Adrathausen bezeugt. - Das Besetzungsrecht hatte bis 1810 der Bischof, dann bis 1838 der Landesherr, seitdem liegt das freie Verleihungsrecht beim Bischof. - Von 1629-1698 wurde A meist von benachbarten Pfarreien aus versehen. - Ein Teil von Schmidmühlen (Markt Schmidmühlen, St. Ägid) war nachweislich von 1372 bis 1526 Filiale von A. - Mendorferbuch mit seiner Margaretenkapelle gehörte 1526 nachweislich zu A. Da es im Gegensatz zu A zum Fürstentum Pfalz-Neuburg gehörte, wurde es nach 1542 evangelisch u. 1546 der Pfarrei Schmidmühlen zugeteilt; nach der Rekatholisierung 1622 kam es zu A zurück. - Egelsheim u. Voggenhof wurden 1841 von Rieden nach A umgepfarrt. Haidensbuch kam 1857, ein Anwesen von Waltersheim 1869 u. Leislberg 1883 von A nach Schmidmühlen. 1921 kam Birket von A nach Hohenfels, die Einöde Grand von Allersburg nach A. Die früher zu A gehörenden Orte Deinfeld, Eggertsheim, Egra, Enslwang, Raversdorf, Schwend u. Willertsheim wurden bei Gründung des Truppenübungsplatzes Hohenfels ca. 1938 aufgelöst. - Die Marienwallfahrt nach Stettkirchen ist bereits 1468 durch eine Ablassbulle bezeugt. Heute Pfarreiengemeinschaft Hohenburg-Adertshausen-Allersburg.
Ortschaften in der Pfarrei (Stand 1997): Adertshausen, Aicha, Allertshofen, Egelsheim, Friebertsheim, Köstl, Köstlöd, Lohe, Mendorferbuch, Schwarzmühle, Stettkirchen, Voggenhof.