Dremmen St. Lambertus
Heutige kommunale Zugehörigkeit: Heinsberg
Pfarrgeschichte:
Ersterwähnung: 1201
"Eine Christengemeinde hat es hier schon sehr früh gegeben. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Kirche St. Lambert zu Dremmen als bischöfliche Pfarrkirche der Diözese Lüttich gegründet wurde. 1201 wird ein "Nykolaus pastor in drumme" genannt. Kollator und gleichzeitig Grundherr war der Domkustos von St. Lambert in Lüttich. 1223 erhielt das Prämonstratenserkloster Heinsberg den Zehnt in Dremmen, wozu 1233 der Lütticher Domkustos sein Einverständnis gab aufgrund der Bestätigung durch Papst Honorius III. (1216-1227). 1433 wurde die Kirche dem Gangolfstift Heinsberg inkorporiert unbeschadet der Rechte des Domkustos. Mitte des 16. Jhs. hatten die Wiedertäufer in Dremmen Fuß gefaßt; Pfarrer Wilhelm von Randenrode mußte die Pfarrstelle aufgeben. 1582 war der Jülicher Herzog Kollator, auch für die Filiale Uetterath. Die ausgedehnte Pfarre gehörte zum Dekanat Susteren, Archidiakonat Kempenland im Bistum Lüttich. 1804 teilte sie Bischof Mark Anton Berdolet, Aachen, als Sukkursale dem Kanton Heinsberg zu. Gleichzeitig wurde Uetterath selbständige Pfarre. 1827 organisierte Erzbischof Ferdinand August von Spiegel, Köln, das Erzbistum nach Dekanaten, sodaß Dremmen nun Pfarre im Dekanat Heinsberg war. 1913 wurde Horstund 1915 Porselen von der Pfarre abgetrennt und zu Pfarren erhoben; 1918 wurde Oberbruch ebenfalls Pfarre und 1954 EschweilerPfarrvikarie. Seit der Neuumschreibung des Bistums durch Bischof Johannes Pohlschneider ist Dremmen vom 30. August 1973 an Pfarre im Dekanat Heinsberg-Oberbruch."
Aus: Handbuch des Bistums Aachen. Dritte Ausgabe, hg. vom Bischöflichen Generalvikariat Aachen, Aachen 1994, S. 722.
Pfarrbezirk: Dremmen, Boverath, Herb