Wassenberg St. Geog

Heutige kommunale Zugehörigkeit: Waldfeucht

Pfarrgeschichte:
Errichtung: 1118

"Wassenberg wird urkundlich zuerst 1085 in der Chronik von St. Trond erwähnt. 1021 hatte Kaiser Heinrich II. den Flamensen Gerhard mit Wassenberg belehnt. 1118 gründete Gerhard der Lange hier eine Kirche zu Ehren der Gottesmutter und des hl. Georg, die er mit Pfründen für Propst und fünf Stiftsherren ausstattete. Dazu gehörten u.a. die Kirchen von Wildenrath, Havert, Birgelen, Humersheim, Myhl und Steinkirchen. Von einer älteren Kirche am Ort ist bisher nichts Sicheres bekannt geworden. 1230 bestätigte der Lütticher Archidiakon Heinrich van Dyck die Überweisung u.a. der Pfarrkirche Wassenberg an die Wassenberger Stiftsherren. 1263 erneuerte der Visitator Magister Renerus, Tongern im Auftrag des Bischofs von Lüttich die Gründungsurkunde vom 30. September 1118. In Visitationsberichten von 1533 beklagten sich die Visitatoren darüber, daß man in Wassenberg nicht einmal wisse, wer und wo der Pfarrer sei. Deshalb präsentierte der Herzog von Jülich einen Pfarrer. Gleichzeitig bekam durch das Wohlwollen des Wassenberger Amtmanns Werner von Palant die Sekte der Wiedertäufer Einfluß; die "Wassenberger Prädikanten" wurden 1571 unterdrückt und schlossen sich der niederländischen ev. "Kirche unter dem Kreuz" an. Verantwortungsbewußte Bürger sorgten sich für die Erhaltung und Erneuerung der kath. Predigten und riefen Kapuziner hierher. 1653 gründeten diese eine Niederlassung, die bis zur Säkularisation bestanden hat. Die Kirche wurde abgerissen, das Kloster profaniert. Nach dem Konkordat Pius VII. mit Frankreich wurden durch die Bulle "Qui Christi Domini" vom 29.11.1801 die Diözesen neu eingeteilt. Das alte "goldene Dekanat" Wassenberg wurde aufgelöst. Die Pfarre St. Georg wurde Sukkursale im Kanton Heinsberg im Bistum Aachen. Nach dessen Aufhebung wurde 1827 wieder ein neues Dekanat Wassenberg eingerichtet. Dieses erfuhr bei den Neuumschreibungen 1925, 1957 und 1973 territoriale Änderungen."

Aus: Handbuch des Bistums Aachen. Dritte Ausgabe, hg. vom Bischöflichen Generalvikariat Aachen, Aachen 1994, S. 801-802.

Pfarrbezirk: Wassenberg, Forst, Ohe

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